Welche Anforderungen an die Lehrpersonen werden durch das Konzept der Gesamtunterrichtsstrategie von Dumont (2018) gestellt? Können diese Anforderungen an den Unterricht umgesetzt werden? Wenn ja, wie?
In der Gesamtunterrichtsstrategie sollte laut Dumont (2018) die Lehrperson das Unterrichtsangebot kontinuierlich an die individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler anpassen. Dies lässt ein Spannungsfeld zwischen individuellem und gemeinschaftlichem Lernen entstehen, in welchem die Lehrperson handeln muss. Für jedes Kind ein einzelnes Unterrichtsangebot bereitzustellen ist meines Erachtens in der Volksschule utopisch, dennoch sollte versucht werden den Unterricht zu individualisieren, sodass nicht alle das gleiche machen müssen. Es werden ausserdem hohe Ansprüche an die diagnostische Kompetenz der Lehrperson sowie an das fachliche und fachdidaktische Wissen gestellt. Auch eine hohe Flexibilität in wird von der Lehrperson erwartet. Eine gute Balance zu finden zwischen Steuerung/Strukturierung und Lernprozessbegleitung stellt weitere Anforderungen an die Lehrperson.
Ich schliesse mich dieser Aussage an. Diese Strategie klingt zwar sehr schön, ist aber in Praxis schwierig umsetzbar, vor allem in der Primarschule. Den Unterricht an die Bedürfnisse und Kenntnisse jedes einzelnen Kindes anzupassen wäre meiner Meinung nach vor allem aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass sich Arbeit in einer sehr kleinen Klasse (9 SuS), in der aber jedes Kind sich an einem anderen Niveau befindet und somit jedes Kind individualisierte Inputs und Arbeitsaufträge braucht, als sehr anspruchsvoll erweisen kann. Umso schwieriger kann ich mir einen individualisierten Unterricht in einer Klasse mit 20 Kindern vorstellen.
Ich schliesse mich auch dieser Aussage an. Die Idee, für alle Schüler/innen ein angepasstes Angebot zu produzieren, scheint ideal. Jedoch ist diese Aufgabe in der praktischen Umsetzung nicht nur sehr anspruchsvoll, sondern auch sehr zeitintensiv.
Der Planung des Unterrichts wird besondere Bedeutung zugeschrieben. Damit die Lehrperson den Überblick behalten kann, braucht es eine sorgfältige Planung. Herausforderungen entstehen im Bereich der diagnostischen Kompetenz, da die Lehrperson feststellen muss, wo sich das Kind befindet und wie stark die Strukturierungshilfe sein soll (schwache Schülerinnen und Schüler brauchen mehr Strukturierung, Starke weniger). Die diagnostische Kompetenz ist ebenfalls wichtig, um passende Angebote für die Lernenden bereitzustellen. (Co-Arbeit Dorf86)
Wir sehen dies ähnlich wie HerAnn. Gleichzeitig benötigt die Lehrperson auch eine hohe soziale Kompetenz. Es geht nicht nur um Sachkompetenz und diagnostische Kompetenz. Es benötigt auch viel Empathie und ein Gespür für situative Unterschiede und Anpassungen. Axolotl, Sxyz123!, Sunny
Die Gesamtunterrichtsstrategie nach Dumont (2018) beschränkt sich nicht auf einzelne Fördermassnahmen oder spezifische Unterrichtsmethoden, sondern schliesst sämtliche Unterrichtsaktivitäten ein und spricht die Tiefenstrukturen des Unterrichts an. Dazu kann das Konzept des adaptiven Unterrichts als Grundgerüst genommen werden, um als Lehrperson auf die grossen interindividuellen Unterschiede der SuS angemessen reagieren zu können. Ich stimme mit HerAnn überein, dass die Lehrperson eine hohe diagnostische Kompetenz haben muss, damit sie das Unterrichtsangebot für die einzelnen SuS immer wieder anpassen kann. Diese Anforderung an die Lehrpersonen ist gross. In integrativen Settings spielt deshalb die Zusammenarbeit von Regellehrpersonen und Fachlehrpersonen eine zentrale Rolle, damit diese Aufgabe geteilt werden kann und z.B. die SHP mit ihrer diagnostischen Kompetenz die Regellehrperson beim Einschätzen und Anpassen unterstützen kann.
Individuelle Förderung ist laut Dumont (2018) als Gesamtunterrichtsstrategie zu verstehen, bei der die Lehrperson den Lernenden ein Lernangebot macht, welches an ihre spezifischen Lernvoraussetzungen angepasst ist. Dabei wird das Ziel einer kontinuierlich zunehmenden Verantwortungsübernahme der Schüler*innen für ihren eigenen Lernprozess verfolgt.
Dies Strategie stellt eine Herausforderung an die diagnostische Kompetenz der Lehrkräfte dar. Die Lehrperson muss flexibel sein und auch bereit sein, Verantwortung abzugeben. Was mir nicht leicht scheint, da die Lehrperson oftmals mitverantwortlich für die Lernfortschritte der Schüler*innen gemacht wird.
Diese Strategie scheint mir grundsätzlich schon umsetzbar, jedoch bin ich der Meinung, dass für die Umsetzung dieser momentan weder die nötigen Strukturen vorhanden sind, noch werden die Lehrpersonen in ihrer Ausbildung auf die Umsetzung dieser Strategie vorbereitet. Beides müsste jedoch der Fall sein, damit eine Implementierung möglich wäre.
#03 Gruppeninput - Basisdimensionen Unterrichtsqualität Falls das Factsheet nicht gelesen werden kann, könnt ihr es hier herunterladen: https://drive.google.com/file/d/1-FsIdTc_qPkd5aA_9zuTGeNyDeyuhKQE/view?usp=sharing
3. Was denkst du über das Churer-Modell auf dem Hintergrund der bereits besprochenen Inhalte bezüglich Autonomie und Instruktion der heute gehörten Aspekte offenen Unterrichts?
In der Gesamtunterrichtsstrategie sollte laut Dumont (2018) die Lehrperson das Unterrichtsangebot kontinuierlich an die individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler anpassen. Dies lässt ein Spannungsfeld zwischen individuellem und gemeinschaftlichem Lernen entstehen, in welchem die Lehrperson handeln muss.
AntwortenLöschenFür jedes Kind ein einzelnes Unterrichtsangebot bereitzustellen ist meines Erachtens in der Volksschule utopisch, dennoch sollte versucht werden den Unterricht zu individualisieren, sodass nicht alle das gleiche machen müssen.
Es werden ausserdem hohe Ansprüche an die diagnostische Kompetenz der Lehrperson sowie an das fachliche und fachdidaktische Wissen gestellt. Auch eine hohe Flexibilität in wird von der Lehrperson erwartet.
Eine gute Balance zu finden zwischen Steuerung/Strukturierung und Lernprozessbegleitung stellt weitere Anforderungen an die Lehrperson.
Ich schliesse mich dieser Aussage an. Diese Strategie klingt zwar sehr schön, ist aber in Praxis schwierig umsetzbar, vor allem in der Primarschule. Den Unterricht an die Bedürfnisse und Kenntnisse jedes einzelnen Kindes anzupassen wäre meiner Meinung nach vor allem aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass sich Arbeit in einer sehr kleinen Klasse (9 SuS), in der aber jedes Kind sich an einem anderen Niveau befindet und somit jedes Kind individualisierte Inputs und Arbeitsaufträge braucht, als sehr anspruchsvoll erweisen kann. Umso schwieriger kann ich mir einen individualisierten Unterricht in einer Klasse mit 20 Kindern vorstellen.
LöschenIch schliesse mich auch dieser Aussage an. Die Idee, für alle Schüler/innen ein angepasstes Angebot zu produzieren, scheint ideal. Jedoch ist diese Aufgabe in der praktischen Umsetzung nicht nur sehr anspruchsvoll, sondern auch sehr zeitintensiv.
LöschenDer Planung des Unterrichts wird besondere Bedeutung zugeschrieben. Damit die Lehrperson den Überblick behalten kann, braucht es eine sorgfältige Planung. Herausforderungen entstehen im Bereich der diagnostischen Kompetenz, da die Lehrperson feststellen muss, wo sich das Kind befindet und wie stark die Strukturierungshilfe sein soll (schwache Schülerinnen und Schüler brauchen mehr Strukturierung, Starke weniger). Die diagnostische Kompetenz ist ebenfalls wichtig, um passende Angebote für die Lernenden bereitzustellen. (Co-Arbeit Dorf86)
AntwortenLöschenWir sehen dies ähnlich wie HerAnn. Gleichzeitig benötigt die Lehrperson auch eine hohe soziale Kompetenz. Es geht nicht nur um Sachkompetenz und diagnostische Kompetenz. Es benötigt auch viel Empathie und ein Gespür für situative Unterschiede und Anpassungen.
AntwortenLöschenAxolotl, Sxyz123!, Sunny
Die Gesamtunterrichtsstrategie nach Dumont (2018) beschränkt sich nicht auf einzelne Fördermassnahmen oder spezifische Unterrichtsmethoden, sondern schliesst sämtliche Unterrichtsaktivitäten ein und spricht die Tiefenstrukturen des Unterrichts an. Dazu kann das Konzept des adaptiven Unterrichts als Grundgerüst genommen werden, um als Lehrperson auf die grossen interindividuellen Unterschiede der SuS angemessen reagieren zu können.
AntwortenLöschenIch stimme mit HerAnn überein, dass die Lehrperson eine hohe diagnostische Kompetenz haben muss, damit sie das Unterrichtsangebot für die einzelnen SuS immer wieder anpassen kann. Diese Anforderung an die Lehrpersonen ist gross. In integrativen Settings spielt deshalb die Zusammenarbeit von Regellehrpersonen und Fachlehrpersonen eine zentrale Rolle, damit diese Aufgabe geteilt werden kann und z.B. die SHP mit ihrer diagnostischen Kompetenz die Regellehrperson beim Einschätzen und Anpassen unterstützen kann.
Individuelle Förderung ist laut Dumont (2018) als Gesamtunterrichtsstrategie zu verstehen, bei der die Lehrperson den Lernenden ein Lernangebot macht, welches an ihre spezifischen Lernvoraussetzungen angepasst ist. Dabei wird das Ziel einer kontinuierlich zunehmenden Verantwortungsübernahme der Schüler*innen für ihren eigenen Lernprozess verfolgt.
AntwortenLöschenDies Strategie stellt eine Herausforderung an die diagnostische Kompetenz der Lehrkräfte dar. Die Lehrperson muss flexibel sein und auch bereit sein, Verantwortung abzugeben. Was mir nicht leicht scheint, da die Lehrperson oftmals mitverantwortlich für die Lernfortschritte der Schüler*innen gemacht wird.
Diese Strategie scheint mir grundsätzlich schon umsetzbar, jedoch bin ich der Meinung, dass für die Umsetzung dieser momentan weder die nötigen Strukturen vorhanden sind, noch werden die Lehrpersonen in ihrer Ausbildung auf die Umsetzung dieser Strategie vorbereitet. Beides müsste jedoch der Fall sein, damit eine Implementierung möglich wäre.