Selbstbestimmungstheorie - intrinsische und extrinsische Motivation

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Wenn die Präsentation auf dem Blog bei dir gar nicht funktioniert findest du sie auch auf Olat im Materialordner des heutigen Moduls.

Zum Diskussionbeitrag: Vansteenkiste, Lens und Deci benennen innerhalb des Textes auch Ideen, worauf Lehrende in der Lernbegleitung zu achten haben, um die Motivation der Lernenden zu erhöhen. Dabei sprechen sie vor allem von Anpassungen in der Sprache und der Haltung der Lehrenden, die ein selbstbestimmtes Lernen fördern. Dass die Studien alle in Bildungseinrichtungen durchgeführt wurden, zeigt, dass es Lehrenden möglich ist, die Verwendung von intrinsischen Zielformulierungen und autonomieunterstützenden Praktiken umzusetzen. Dazu benötigt es Kreativität in der Formulierung der Ziele und der Art und Weise, wie sie erreicht werden – wie einfach ist das? Wie können Lehrende einen Stil im Umgang mit Lernenden wählen, der die Autonomie unterstützt und nicht kontrolliert? Wo und wie findet das bereits statt? 

Du bist eingeladen deine Meinungen, Erfahrung, evtl. ein Best Practice aus deiner Lern- oder Lehrzeit und auch Literatur oder Film im Kommentarfeld zu teilen.

Kommentare

  1. Wir würden die Frage anders stellen: Wie kann man als Lehrende eine Balance zwischen Kontrolle und Autonomie herstellen? Kontrolle muss nicht zwingend negativ sein, sondern kann auch für manche Lernenden eine wichtige Unterstützung für das Erreichen von Selbstständigkeit sein. Beispiel: In der Schule gibt die Lehrperson den SuS die Möglichkeit ihre Aufgaben selbstständig zu korrigieren. Dieser Schritt muss geübt und reflektiert werden. Dafür muss die Lehrperson dies jedoch anfangs kontrollieren und dem SuS eine Rückmeldung geben, damit dieser seine Strategien anpassen kann. Erst wenn der SuS die Strategien beherrscht, kann die Lehrperson (siehe Scaffold) den SuS mehr Verantwortung übergeben. Es ist wichtig, eine Balance zwischen Autonomie und Kontrolle zu finden. Dies zeigt sich auch im Alltag: Ich kann ein Kind zwar ein Gelände selbstständig erkunden lassen, muss aber zum Schutz des Kindes trotzdem immer ein Auge darauf haben, dass es nicht den Abgrund herunterfällt. Inad Nab & ALF

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    1. Hallo Alf

      Danke für deine Rückmeldung. Ich bin mit deinen Aussagen komplett einverstanden und verstehe "Instruktion" auch keinesfalls negativ. Wie du schön beschrieben hast, braucht es seitens der LP auch viel Vorbereitung, um den SuS "Autonomie" im Unterricht zu ermöglichen. Je nach Kind - je nach Schulstufe - je nach Klassenzusammensetzung etc. kann es durchaus sinnvoll sein, mehr zu lenken oder weniger. Letztendlich sollen die SuS ja bestmöglich auf ein "selbständiges" Leben vorbereitet werden und dafür sind sie durchaus auf Unterstützung angewiesen. Eine gute Beziehung ist meines Erachtens Grundlage dafür, denn wenn diese besteht, können die SuS die "Instruktion" auch besser akzeptieren und diese zu ihren Gunsten nutzen/verstehen, weshalb es wichtig ist.

      Bei unserer Fragestellung haben wir auch noch etwas Bezug auf den Hochschulkontext genommen, nicht unbedingt auf die Primarschule. Wir werden eigentlich trotzdem dass wir Erwachsen sind, sehr stark kontrolliert (Arbeiten abgeben, etc.) und für uns stellt sich auch hier die Frage, inwiefern diese Kontrolle notwendig und sinnvoll ist.

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    2. Das mit dem Hochschulkontext ist wirklich eine interessante Überlegung vorallem wenn man an Gruppenkonstellationen denkt.
      Ich habe vorallem im Arbeitssetting d.h. im Team die Erfahrung gemacht, dass obwohl wir erwachsen sind und keine Kinder - viele Menschen ganz klare Vorgaben brauchen, um ihre Aufträge/Arbeit qualitativ gut zu lösen. Ich finde es sehr schade... aber ich denke, die Motivation eine Arbeit zu erledigen, die man vielleicht nicht so mag, zeigt, wie eine Person tatsächlich ist. Vorallem, wenn andere und nicht nur man selbst abhängig davon ist.

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    3. @gini, denkst du dass es nicht auch ein Stück kulturell bedingt ist? Denn meiner Meinung nach sind wir schon so aufgewachsen, dass wir nur gute Noten bekommen, wenn wir den Instruktionen auch genau folgen und Arbeitsaufträge auf die vorgegebene Weise erledigen.

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    4. @Josie - Wie meinst du das genau? Meinst du, dass viele nie gelernt haben, selber zu denken/handeln und stur Aufgaben befolgen, d.h. wenn keine Aufgaben gegeben werden, nichts selber gemacht wird?

      Ich habe eigentlich gemeint, dass die extrinsische Motivation (Druck) leider einfach bei vielen Menschen notwendig ist, damit sie überhaupt ihre Aufgaben erledigen.. und ich denke nicht, dass dabei die Kultur ein grosser Faktor ist, sondern eher die Persönlichkeit.

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    5. Ich finde eure Diskussion sehr interessant und auch weitgreifend. Ich arbeite an einer IB Schule (International Baccalaureat) und stelle immer wieder fest, dass schon sehr junge Kinder zum selbstständigen Arbeiten, kreativen Präsentieren und selbstkritischen Reflektieren angeregt werden. Oft wird dabei davon ausgegangen, dass Kinder "die besseren Menschen" sind und sich durch diese Ansprüche zu "life-long learners" entwickeln. Die Realität sieht allerdings so aus, dass das hier und da auch klappt, dass allerdings viele Schüler einfach lernen, diese Schritte zu durchlaufen, weil sie halt vorgegeben werden. Soviel zu intrinsischer und extrinsischer Motivation ...... Meine Tochter konnte am Ende ihrer Schullaufbahn über Lernprozesse reflektieren, die sie gar nicht wirklich durchlaufen hat.

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    6. Wie können Lehrende einen Stil im Umgang mit Lernenden wählen, der die Autonomie unterstützt und nicht kontrolliert? Ich denke, dass unsere PPP von nächster Woche diesbezüglich aufschlussreich sein wird, deshalb nicht zu viel vorweg.....

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    7. @gini Ach so ich verstehe deine Sichtweise. Ich denke auch, dass dies teils von der Persönlichkeit, teils auch von der Erziehung her kommt. Denn viele sind sich nicht gewohnt etwas zu tun ohne dafür belohnt/nicht bestraft zu werden.

      Und ja ich meine das so, dass unsere Umgebung uns dahingehen erzieht, dass wir den Instruktionen folgen ohne darüber nachzudenken und sie deshalb auch brauchen denn wir sind es nicht gewohnt einfach einmal ein Aufgabe abzugehen, da wir denken, dass wenn sie nicht den Standards entspricht, sie auch nicht gut genug ist. Deshalb brauchen wir Vorgaben.

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  2. Wo genau finde ich die Powerpoint?

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  3. Ich glaube, dass die Einstellung der Lehrperson und das Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden sehr zentral ist. Schon mit meiner Sprache kann ich viel in den Lernenden auslösen. Diese kann sie motivieren es selbst zu probieren, Probleme selber lösen zu wollen/können und mit Rückschlägen umzugehen. Natürlich muss man immer wachsam sein und den Kindern auch das Werkzeug für diese Aufgaben lehren. Wo kann ich mir selbst Hilfe holen, wie kann ich etwas lösen, wann brauche ich wirklich Hilfe von aussen? Diese Fähigkeiten haben die Kinder nicht einfach. Sie müssen gelernt und trainiert werden. Hier braucht es sicher noch mehr Führung und Kontrolle damit ein autonomes Lernen gelingt. Einige Kinder benötigen auch im weiteren Lernprozess noch engere Begleitung und Kontrolle. Dies zu spüren ist eine wichtige Aufgabe der Lehrperson. Somit fühlen sich alle Kinder aufgehoben. Ein zentraler Punkt, damit lernen überhaupt möglich ist.

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    1. Ich bin mit dir einer Meinung.
      Besonders bei jüngeren SuS ist eine gezielte Unterstützung notwendig und diese ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass gewisse Strukturen als Orientierungspunkte vorgegeben werden. Wir kennen alle das Sprichwort "vor lauter Bäume den Wald nicht mehr sehen" und ich denke, es trifft zu, dass fälschlicherweise Autonomie mit "sich selbst überlassen" verwechselt wird. Damit wahrlich Pädagogik betrieben wird und nicht einfach Alltagspsychologie/Erziehung angewendet wird, muss die Lehrperson/BetreuerIn erkennen, wo die einzelen SuS stehen und was sie benötigen um sich selbst weiter zu entwickeln und Aufgaben/Ziele zu erreichen.
      Wenn die SuS Erfolg erleben bei ihrer getanen Arbeit, dann werden sie wohl auch eher intrinsisch motiviert sein und selber mehr Einsatz zeigen..

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    2. Ich bin mit meinen zwei Vorschreibern vollkommen einverstanden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Partizipation und Autonomie für die Schüler sehr wichtig ist. Doch dieses Bedürfnis ist nicht bei allen Schülern gleich.
      Ich finde es sehr herausfordernd, bei Kindern, die im familiären Umfeld wenig Autonomie erleben (dürfen), diese im schulischen Kontext zu fordern, ohne die Kinder zu überfordern.

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    4. Liebes Stadtreh
      Den von dir erwähnten Prozess der Hilfesuche ist auf mehreren Ebenen sehr herausfordernd. So werden kognitive Kompetenzen benötigt (erkennen, dass und wo Schwierigkeiten bestehen und dass Hilfe benötigt wird). Auch auf soziale Kompetenzen müssen Hilfesuchende zurückgreifen können (geeignete Person nach Hilfe fragen). Zusätzlich sind auch interpersonale Ressourcen (geeignete Person für Hilfestellung aussuchen; z. B. Mitschüler*innen oder Lehrperson) und affektiv-motivationale Ressourcen (die Lernenden müssen motiviert sein, die Schwierigkeit zu lösen) notwendig. Ich bin also sehr einig mit dir, dass dies nicht einfach vorausgesetzt werden kann, sondern ein Training bedingt.

      Ein weiterer Punkt: In der heutigen Präsentation wurde erwähnt (Folie 12), dass den Lernenden die Relevanz der Lerninhalt aufgezeigt werden soll. Dies ist meiner Meinung nach sowohl auf Volksschulstufe wie auch auf dem Hochschulniveau mit wenig Aufwand für die Lehrenden umsetzbar. Ich könnte mir vorstellen, dass auch nur ein Anregen einiger metakognitiver Gedanken über die Relevanz der Lerninhalte der Motivation sehr zuträglich sein kann.

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    5. Ich finde die vorherigen Kommentare sehr spannend. Ich denke, dass die Tatsache, wie die LP die SuS wahrnimmt sehr viel in Bezug auf Autonomieunterstützung ausmacht. Ich denke, dass es wichtig ist, dass die LP die SuS, ihre Aussagen etc. immer seriös nimmt und sie zur aktiven Teilnahme am Unterricht ermuntert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist meiner Meinung nach, die Individualitätsunterstützung. Indem die LP auf die Bedürfnisse der SuS angeht und ihnen Aufgaben gibt, die ihrem Niveau entsprechen, motiviert sie sie zum Lernen. Ich denke, dass diese beiden Aspekte autonomieunterstützend sind und wenn sie für längere Zeit angewendet werden, können sie dazu führen, dass SuS autonom arbeiten können werden.

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  4. Ich finde das Thema spannend im Zusammenhang mit SOL.
    Meine Beobachtung war, dass SOL in der Oberstufe jetzt zwar offiziell praktiziert wird, nette Hefte dafür verwendet werden, Aufgaben Schritt für Schritt strukturiert sind und am Schluss sogar eine Selbstreflexion auf die SuS wartet.. ABER: werden den SuS die Werkzeuge für Selbstorganisiertes Lernen tatsächlich vermittelt oder hofft man, dass ihnen das in die Wiege gelegt worde oder sollte gar das Lehrbuch diese Heranleitung komplett übernehmen?
    Die Grundidee finde ich wirklich nicht schlecht, aber wenn ich sehe, wie die SuS mehrheitlich mit ihren Klassenkameraden reden, schlafen oder Aufgaben halbherzig lösen "mit dem Gedanke, hauptsach es sieht so aus, als würde ich etwas machen", dann denke ich, ist das Ziel nicht erreicht und die Kinder hätten diese Stunde, anders sinnvoller nutzen können.
    Gibt es LP oder auch externe Beobachter, die ein anderes Bild erlebt haben?

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    1. Ich denke SOL muss gemeinsam mit der Klasse sorgfältig eingeführt werden und nicht zuletzt auch gemeinsam trainiert werden. In der 5. Primarschule habe ich mit zwei Lektionen pro Woche SOL gestartet. Diese habe ich später auf vier Lektionen erweitert, da es wirklich gut funktionierte. Die Kinder haben sich jeweils sehr auf diese Lektionen gefreut. Meine Erfahrung hat aber auch gezeigt, dass es durchaus Lernende gab (besonders schulisch schwächere Lernende), welche mit dem SOL-Unterricht (noch) nicht umgehen konnten.

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    2. Meine Erfahrung zeigt, dass ein gut vorbereitetes SOL sehr motivierend sein kann. Aber die Kunst besteht darin, nicht zu viele Aufträge vorzubereiten und zu verlangen und gleichzeitig eine möglichst attraktive extrinsische Motivation ans Ende zu setzen. =)

      Bei mir steht und fällt die intrinsische Motivation der Schüler vom Zückerchen am Ende der SOL. Was dürfen sie machen, wenn sie ihr persönliches Ziel erreicht haben?

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    3. Wir diskutieren das Thema SOL momentan auch intensiv an unserer Schule. Ich denke, dass es am Anfang nie einfach sein wird, ein solches Projekt umzusetzen. Wie gini bereits erwähnt hat, werden den Kindern natürlich die Werkzeuge dafür nicht in die Wiege gelegt, sondern müssen zuerst vermittelt werden. Diese Grundkompetenzen (inkl. lesen und schreiben) müssen zuerst erlernt werden bevor andere Dinge autonom ausgeführt werden können. So individuell die Kinder sind, so individuell muss man auch auf ihre Bedürfnisse eingehen können und sie dort versuchen abzuholen, wo sie gerade stehen. Dafür muss man als Lehrperson nicht die einzige Ansprechperson bleiben, sondern die Kinder können auch untereinander ziemlich viel voneinander lernen. Fazit: SOL wird kein einfaches Projekt werden, aber es lohnt sich sicherlich, dieses mal anzugehen. Es hilft, wenn man nicht von Anfang an mit der Erwartung ans Projekt geht, dass es gleich perfekt werden muss.

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  5. Aus meiner eigenen Schulzeit kann ich sagen, dass mir als Schülerin wichtig war, wie das Verhältnis zwischen mir und der Lehrperson war. Wenn ich mich mit der Lehrperson gut verstanden habe, hat mir dies auch innerlich geholfen meine internistische Motivation für ein gewisses Thema zu steigern und so hatte ich persönlich auch das Gefühl, dass bei den Autonomen Unterrichtssequenzen die Lehrperson nicht viel oder fast gar keine Kontrolle über uns bzw. unser Handeln haben "wollte". Bei den Lehrpersonen, welche nicht mit mir auf einer Wellenlänge waren, hatte ich das Gefühl dass ich andauernd Beobachtet und mein Handeln immer kontrolliert wurde. Somit wurde vor allem meine extrinsische Motivation, für die Lehrperson alles richtig zu machen damit sie mich in Ruhe lässt, gefördert.
    Mit meinem Beispiel will ich darauf hinweisen, dass ich das Verhältnis zwischen Lehrperson und Lernenden sehr wichtig im Bezug auf Autonomie und Kontrolle finde. Somit kann die Lehrperson sehr viel mit ihrer/seiner Art mit den Schüler/innen zu sprechen oder zu interagieren, auslösen.
    Ich glaube aber auch, dass es nicht "den richtigen Stil im Umgang mit den Schüler/innen" gibt. Denn wie oben auch schon erwähnt gibt es Kinder die immer gewisse Kontrolle oder Anweisungen brauchen werden um selbständig arbeiten zu können, aber es gibt auch Kinder, welche ohne Hilfe super zurechtkommen.

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    1. Ich kann mich dem nur anschliessen. Ich habe dies auch in der Schule so erlebt. Auch dass gewisse Lehrpersonen einen für ein Fach, welches sonst nicht so als spannend empfunden wurde, begeistern und motivieren können oder eben umgekehrt.
      Ich finde vor allem die Kommunikation zwischen Lehrpersonen und Schüler/innen sehr wichtig und kann so viel beeinflussen. Ich finde es auch interessant, dass du sagst dass es keinen "richtigen" Stil im Umgang mit den Schüler/innen gibt. Ich finde auch, dass jedes Kind andere Bedürfnisse hat und somit auch andere Ansprüche an den Umgang mit der Lehrperson hat.

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  6. Im Hochschulkontext ist Autonomie oft stark eingeschränkt durch ETCS-Punkte (Arbeitsstunden pro Punkt) und Abschlüsse. Autonomie setzt eine gewisse Basis von Vertrauen voraus, welche einfacher zu gewähren ist, wenn man die Menschen persönlich kennt. Diese Beziehungsgestaltung wird durch die aktuelle Situation des Fernstudiums erschwert, worauf die Hochschule mit Einschränkungen und klaren Vorgaben reagiert. Dies ist einerseits verständlich, andererseits wird die Autonomie durch die starke Lenkung eingeschränkt. (gemeinsam verfasst mit Axolotl und Sxyz123)

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    1. Liebe Sunny, Liebe Axolotl und Sxyz123
      Was für eine gute Überlegung! Die Schwierigkeit des Studiums ist sicherlich einerseits das doch relativ starre Curriculum und die Vorgaben der Dozenten. Wie viel du effektiv für ein Seminar einsetzt ist sicher deine eigene Verantwortung. Aber ich denke das Problem ist eher systemisch. Wir als Studenten kosten doch relativ viel und die Uni übernimmt die Verantwortung, dass wir die geplanten Inhalte verstehen. Wie kann das gewährleistet werden ohne Zunahme an Kontrolle? Vielleicht ist auch die Erfahrung der Uni so, dass Studenten gar nichts leisten, bzw. zu wenig, wenn nicht klare Vorgaben da sind... Da wäre das Problem eher auf Studentenseite. Doch wäre sicher etwas mehr Autonomie und Selbstverantwortung sehr wünschenswert. Vor allem in der jetzigen Fern-Uni-Situation.

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  7. In meiner Erfahrung ist es ebenfalls schwierig einen Lehrstil zu finden, der sowohl die Autonomie unterstützt als auch lernförderlich ist. Denn während SOLs haben viele SuS oft nach Lust und Laune Aufgaben erledigt, immer auch abhängig davon ob die Lehrperson anwesend war oder nicht (Kontrolle durch Anwesenheit??).
    Das heisst ich habe bis jetzt selbst keine passende Antwort auf diese Frage gefunden, bis auf die Tatsache, dass die Beziehung zur Lehrperson meiner Meinung nach eine essentielle Rolle spielt. Denn wenn Vertrauen und Achtung zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen besteht, dann werden Tätigkeiten auch besser vermittelt und bearbeitet (neben guten Instruktionen natürlich).

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  8. Gepostet im Namen von HerAnn:

    Ich denke, das Projektarbeit eine Art BestPractice darstellt, um intrinsiche Motivation im Unterricht zu fördern. Die Projektarbeit ist eine Methode, die durch eine Vielzahl an kleineren Methoden gefüllt werden kann. Diese müssen Schritt für Schritt eingeführt und gelernt werden (Kompetenzaufbau). Ziel ist es, durch einen gemeinsamen Prozess ein Problem zu lösen oder ein Produkt zu entwickeln (Kooperation und soziale Bezogenheit). Die Projektarbeit ist ganzheitlich aufgebaut und lässt nach und nach mehr Selbstbestimmung sowie das Verfolgen eigener Interessen zu (Selbstbestimmung).

    Vorteile der Projektarbeit sehe ich in der Handlungsorientierung, in der Berücksichtigung der Interessen der Kinder und Jugendlichen sowie in der Möglichkeit der Partizipation der Kinder und Jugendlichen an Entscheidungsprozessen. All dies kann zu einer hohen Motivation führen. Alle Grundbedürfnisse, die als Grundlage für das Auftreten der intrinsischen Motivation nach Deci und Ryan (1985) gelten (Kompetenz, Selbstbestimmung und soziale Bezogenheit), können mit Projektarbeit erfüllt werden.

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    1. Da möchte ich Dir gerne zustimmen – Projektarbeiten können einen sehr breit gestreuten Kompetenzaufbau ermöglichen und wirken auf Kinder und Jugendliche sehr oft bereits aufgrund ihrer Struktur motivierend. Ergänzt werden könnte diese Unterrichtsmethode mit dem kooperativen Lernen, wobei in kleinen Gruppen ein Projekt erarbeitet werden könnte. Innerhalb einer kooperativen Lerngruppe könnte jeder und jede eine bestimmte Rolle einnehmen und persönlich erarbeitete Teilthemen o.ä. in die Gruppe einbringen. So würde durch das selbst Erarbeiten die Autonomie gefördert und dadurch, dass die Schülerin oder der Schüler auf seinem Gebiet gewissermassen ein Experte ist und das erlangte Wissen in die Gruppe trägt würden zudem die Grundbedürfnisse Kompetenz und soziale Eingebundenheit verstärkt.

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  9. Ron Ritchhard hat als Mitglied bei "Project Zero" an der Harvard School of Education verschiedene "visible thinking routines" entwickelt. Ich denke, dass diese sehr gut dazu geeignet sind, im Unterricht eine "community of thinking" zu entwickeln. Hier eine Zusammenfassung:
    https://vimeo.com/108000553
    Weitere Beispiele findet ihr hier:
    http://www.pz.harvard.edu/thinking-routines
    Viele internationale Schulen benutzen diese Strategien schon vom Kindergarten an (inquiry based learning oder learning through inquiry).

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