Fragen zu den Themen offener Unterricht und lehrerseitiges Unterstützungsverhalten

4. Habt ihr eigene Erfahrungen mit offenem Unterricht, lehrerseitige Unterstützungsverhalten oder sogar dem Churer-Modell gemacht, oder Anmerkungen die ihr gerne diskutieren oder erzählen wollt? (Optional)

Kommentare

  1. Wir glauben, dass die entscheidende Komponente beim Churer-Modell darin besteht, dass die LP für die Arbeit bedeutsame binnendifferenzierte Lernaufgaben für aktives Schülerlernen bereitstellen muss, welche von allen SuS bearbeitet werden können. Auf diese Weise entfallen lange Frontalsequenzen (weil es die Sitzordnung gar nicht mehr erlaubt), was für die SuS mehr Selbsttätigkeit bedeutet. Diese grössere Aktivität beim Lernen ist für die SuS mit einer Wahrnehmung von mehr Selbstwirksamkeit und damit grösserer Zufriedenheit verbunden. Durch mehr Lernzeit gibt es möglicherweise auch einen Effekt auf den Lernerfolg.
    (gemeinsam mit Axolotl & Sxyz123!)

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  2. Als Lehrpersonen haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Grad der Öffnung von der Klasse abhängig ist. So kann man als autonomiefördernde Lehrperson nicht mit jeder Klasse den gleichen Grad an Selbstbestimmung und Autonomie erreichen, da die impliziten Motive (Anschluss-, Macht-, Leistungs- und Autonomiemotiv) nicht bei jedem Lernenden gleich ausgeprägt sind. Inad Nab & ALF

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  3. Ich durfte einmal bei einer Kollegin hospitieren, die das Churermodell in ihrer Klasse gerade am Einführen war. Das musste schrittweise passieren, damit sich die Kinder daran gewöhnen und sie nicht überfordert sind.

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    1. Spannend fand ich aber die Aussage der Lehrerin im Video, dass sie einen klaren Schnitt zwischen "altem" Modell und Churermodell gezogen hat. Sie wollte bewusst keine Überschneidung, damit sie nicht unbewusst wieder in das alte Fahrwasser kippt. Das kann ich gut verstehen, aber vielleicht macht das mit einem Klassenwechsel mehr Sinn oder ist einfacher durchzuführen.

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  4. Ich habe leider keine Erfahrungen mit dem Churermodell. Habe aber sehr viel über Studio 5 gelesen. Was denkt ihr - gibt es Parallelen zum Churermodell?

    https://www.youtube.com/watch?v=IcM2Sos091Y&list=PLOkeXFURWAFpzz-uzQ-nG-HTv0kq-iy_x&index=7&ab_channel=Learning2

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  5. Ich habe leider ebenfalls keine praktischen Erfahrungen mit dem Churar-Modell. Die Theorie dahinter und der Einsatz in der Praxis würden mich aber sehr interessieren. Muss ein solches Modell denn immer vollumfänglich eingeführt werden oder würden nicht Sequenzen, wie beispielsweise immer morgens, reichen?

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  6. Ich kenne eine Lehrperson, die in einer Unterstufenklasse seit Beginn der ersten Klasse mit dem Churer-Modell gearbeitet hat. Die Schüler*innen haben sich in der zweiten Klasse im Klassenrat gewünscht, dass sie feste Sitzplätze bekommen. Aus Sicht der Lehrperson hatten die Schüler*innen die freie Platzwahl gut im Griff. Die Lehrperson hat sich anfänglich etwas gegen eine feste Sitzordnung gesträubt, doch gab dann dem Wunsch der Klasse nach. Ich fand es spannend zu hören, dass die Schüler*innen ihren Wunsch so klar äussern konnten. Sie haben ihren Wunsch damit begründet, dass sie so wie die anderen Klassen auch ihren eigenen Platz haben wollten. Ob da auch noch andere Gründe wie eine Überforderung mit der Platzwahl dahintersteckte, weiss ich nicht. Es deutet allerdings darauf, dass die Schüler*innen klare Vorstellungen darüber hatten, wie Schule auszusehen hat (und wie viel Freiheit das für Schüler*innen beinhaltet).
    Soweit ich weiss, hat die Lehrperson das Churer Modell ansonsten weiter fortgeführt - insofern sind auch Mittelwege denkbar.

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