Gruppeninput 6; Basisbedürfnisse: Konflikte innerhalb und mit Modellen

 

1.    Circumplex-Modell: Viele Gruppen haben die Begriffe Autonomie und Instruktion in der ersten Veranstaltung dieses Seminars als bipolare Mindmaps dargestellt. Welche Vorteile/Nachteile siehst du in einer Circumplex-Darstellung der motivationalen Unterrichtsstile? Inwiefern ist das Modell für die Forschung/Praxis relevant?

Kommentare

  1. Der Vorteil des Circumplex-Modells besteht in der Fokussierung der vier Unterrichtsstilen und den zwei jeweiligen Subdimensionen. Es ermöglicht eine klare Übersicht. Der Vorteil einer nicht linearen Darstellung ist, dass sie eben nicht eine Bipolarität oder Gegensätzlichkeit "vortäuscht".
    Die Darstellung im Kreis scheint deskriptiv, es ist keine Hierarchisierung ersichtlich. Dieser Aspekt könnte für die Verwendung in der Praxis diskutiert werden. Gibt es bessere/schlechtere Unterrichtsstile?

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    1. Die Unterrichtsqualität beschränkt sich nicht nur auf die Beobachtungen, sondern die Wirkung des Unterrichts spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. So kann ein Unterricht auch gut sein, aber wirkungslos resp. ein Unterricht schlecht, aber wirkungsvoll.
      Guter Unterricht (Normen, etc.) + Effektivität (Erreichen Lernziele) = Unterrichtsqualität. Inad Nab & ALF

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    2. Ein wirkungsloser Unterricht kann für mich nicht wirklich gut gewesen sein. Kannst du mir das erklären? Wenn ein Unterricht keine Wirkung hatte, ist er für mich nicht gut.

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  2. Die Begriffe können in einer Circumplex-Darstellung eindeutiger abgebildet werden. Der Unterrichtstil kann nicht eindeutig einer Kategorie zugeordnet werden. Situationen während des Unterrichts können verschiedene Merkmale hervorrufen und anders zugeordnet werden. Inad Nab & ALF

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    1. Ich denke gerade dieses Kreismodell zeigt gut, dass die Lehrperson sich ständig in diesem Kreis bewegt und durch die Allgegenwärtigkeit von Unterricht sich auch dessen wenn möglich bewusst ist.

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    2. Ich bin auch der Meinung, dass der Unterrichtsstil nicht eindeutig einer Kategorie zugeordnet werden kann. Ich denke, dass vieles vom Fach abhängig ist. Anderer wichtiger Merkmal, der einen Einfluss auf den Unterrichtsstil hat, kann das Verhalten der SuS sein.

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  3. Wie auch in der neueren Erziehungsstilforschung wird nicht mehr ein Unterrichtsstil als "gut" oder "schlecht" bewertet und besonders die Flexibilität der Lehrperson betont. Je nach Setting ist ein anderer Unterrichtsstil zu bevorzugen. Es gibt als nicht den passenden Unterrichtsstil, sondern es gibt nur in Abhängigkeit beispielsweise zur Unterrichtssequenz, den SuS, etc. eine passenderen oder weniger passenderen Unterrichtsstil.

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  4. Das Kreismodell zeigt sicher das Zusammenspiel verschiedener Unterrichtsinteraktionen. Interessant wäre auch zu zeigen, in welchen Situationen sich Lehrpersonen für die verschiedenen Stile entscheiden. Schliesslich kann ich mir auch vorstellen, dass zuviel Autonomieunterstützung auch zu Chaos führen könnte.

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    1. Diese Überlegung hatte ich mir auch gemacht. Dazu kommt, dass für gewisse Kinder zu viel "Autonomie" auch überfordernd sein kann. Auch dies impliziert, dass die Lehrperson den Unterrichtsstil je nach Klasse und Situation anpasst.

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