04 Diskussionsfrage zu Ryan und Deci
Ich fände es spannend zu erfahren inwieweit Studierende Autonomie während des Studiums an einer Universität Zürich erleben und welche Auswirkungen es auf Ihre Motivation hat.
Interessant wäre zudem zu erfahren, wie Lehrpersonen und Dozierende mit dem Spannungsfeld zwischen Zielen und Bewertungen einerseits und der Vermittlung von Autonomie andererseits umgehen.
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AntwortenLöschenIch glaube halt, dass während des Studiums an einer Universität (insbesondere bei Vorlesungen) die Arbeitsform oder Methode des Lehrervortrags gewählt wird! Es wird davon ausgegangen, dass wir bereits Autonomieerfahrung mitbringen und darin nicht mehr gross unterstützt werden müssen. Dass wir dann zuhause autonom an Inhalten der Vorlesungen weiterarbeiten, ist wohl ihre (den Dozentinnen und Dozenten ihre) Annahme.
AntwortenLöschenIch stimme dir bis zu einem gewissen Grad zu. Trotzdem erkenne ich auch auch bei den Dozierenden immer wieder autonomie-unterstützende Instruktionen. Z.B. "Vitalizes Inner Motivational Resources" (Provides Interesting Learning Activities) oder "Acknowledges and Accepts Negativ Affect" (Listens Carefully, Non-Defensively, with Understanding) (Reeve, J., 2016).
LöschenNatürlich ist es nicht immer möglich. Z.B. "Displays Patience" (Allows Students to Work at their Own Pace, in their Own Way) (Reeve, J. 2016). Dies ist im Setting der UZH meist kaum möglich.
Diese Frage finde ich sehr spannend, insbesondere auch, weil es uns zumindest im Moment selber betrifft. Einerseits verlangt die Universität einen sehr hohen Grad an Autonomie (Informationsbeschaffung, klare Fristen ohne Ausnahmen, usw.). Andererseits ist der Unterricht oft sehr kontrolliert gestaltet. Sei das mit Anwesenheitskontrollen (obwohl es keine Anwesenheitspflichten gibt), sehr vielen vorgeschriebenen Beiträgen, damit auch ja sichergestellt werden kann, dass etwas geleistet wird, usw. Aus der eigenen Perspektive kann ich sagen, dass der Unterricht am motivierendsten ist, wenn man wenige Vorgaben hat. Ansonsten läuft man Gefahr einfach die "To Do's" abzuarbeiten und hat dann keine Motivation mehr sich noch weiter mit den Inhalten zu beschäftigen.
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