04 Diskussionsfrage zu Deci & Ryan
Deci und Ryan beschreiben, dass Kinder je älter sie werden sich immer weiter zur Internalisierung entwickeln (2000, p.73). Legitimiert dies Belohnungssysteme (=extrinsische Motivation) insbesondere bei jüngeren Kindern, die mit positiver Verstärkung (und nicht mit Druck oder Drohung) arbeiten?
Ja klar. Die Erfahrung zeigt, dass Belohnungen fördernder sind als Bestrafungen. Insbesondere Belohnungssysteme, die einen Vergleich mit sich selber und nicht mit der Klasse zulassen, begünstigen die Regulierung der SuS. Inad Nab & ALF
AntwortenLöschenIch denke auch, dass Belohnungssysteme je nach Klassenzusammensetzung und Klassenstufe durchaus positiv und nützlich sein können. Hierbei würde ich persönlich darauf achten, dass die SuS beispielsweise als Klasse "belohnt werden" und so gemeinsam ein Spiel oder einen Ausflug planen dürfen. Dies stärkt dann zeitgleich wieder den Klassenzusammenhalt und die Beziehung zu der Lehrperson.
AntwortenLöschenDa kann ich ebenfalls zustimmen: Belohnungen sind förderlicher als Bestrafungen, Drohungen oder Druck. Der Fokus soll insbesondere auf "positive" Verhaltensweisen oder zu erlernende Fähigkeiten gelegt und diese unterstützt werden. Auf der Unterstufe zeigt sich beispielsweise ein Verstärkerplan für einzelne Kinder als hilfreich. Dieser ermöglicht ein lösungsorientiertes Arbeiten mit dem persönlichen Fortschritt als Mittelpunkt der Methode. Wichtig erscheint mir jedoch, dass das Ziel gemeinsam mit dem Kind erarbeitet und nicht von aussen bestimmt wird, sodass nicht allein extrinisch motiviert wird.
LöschenIch bin ebenfalls der Meinung, dass ein Belohnungssystem gut im Unterricht eingesetzt werden. Anstatt sich auf negative Verhaltensweisen zu fokussieren und diese zu tadeln, werden positive Verhaltensweisen sichtbar und belohnt und erhalten mehr Raum im Klassenzimmer.
AntwortenLöschenIch stimme zu, dass Belohnungssyteme sicherlich gut funktionieren, denn aus Erfahrung (Kindergarten/Primarschule) kann ich bestätigen, dass vor allem Kinder Aufmerksamkeit und Lob für geleistete Arbeit erhalten wollen. Meiner Meinung nach sollte ihnen aber genau in diesem Alter mitgegeben werden, dass sie auch einmal etwas der Aufgabe zu liebe tun und nicht immer um Belohnungen zu erhalten. So lernen sie einerseits den Wert der Aufgabe und können diesen mit ihren eigenen Zielen vereinbaren (wie bei Ryan und Deci (2000) beschrieben) und andererseits Aufgaben durchzuführen, die nicht immer primär mit ihren eigenen Wünschen zusammenhängen, aber trotzdem einen übergeordneten Sinn für sie haben (Beispiel Sätze schreiben lernen anstatt im Spielecken spielen).
AntwortenLöschenBezüglich Belohnungssystemen kann man auch anderer Meinung sein. Sie seien im Grunde nicht besser sind als Bestrafungssysteme. Siehe: https://www.zeit.de/kultur/2017-03/erziehung-belohnungen-psychologie-verhalten-motivation-10nach8
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