01 - Autonomie - Gruppe 2




 

Kommentare

  1. Vielleicht könntet ihr euer Mindmap noch so ergänzen, dass nicht der Eindruck entsteht, dass Autonomie und Instruktion in Widerspruch zueinander stehen. Gerade beim autonomen Lernen, das eigenverantwortlich verläuft, ist eine LP-Lenkung und Strukturierung wichtig. (Autonomie und Instruktion stehen nämlich wirklich nicht in Widerspruch zueinander.) Tatsächlich ist es so, dass offener Unterricht mit einer stärkeren LP-Lenkung und Strukturierung zu besseren Leistungen als offener Unterricht mit geringer LP-Lenkung führt (Al'eri, Brooks, Aldrich & Tenenbaum, 2011).

    Es konnte belegt werden, dass offener Unterricht vor allem dann an Effektivität gewinnt, wenn er mit Merkmalen wirksamen Unterrichts kombiniert ist. Zu den Merkmalen wirksamen Unterrichts gehören z.B. Feedbacks, kognitive Aktivierung, Strukturierung etc. - also indirekt u.a. auch eine stärkere LP-Lenkung.

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  2. Euer Mindmaps erweckt den Anschein, dass die Instruktion mit Frontalunterricht gleichzusetzen ist. Wäre es nicht auch denkbar, Methoden und Arbeitsformen klar einzuführen (zu instruieren) und den SuS damit das Rüstzeug zu geben, um danach möglichst autonom Inhalte bearbeiten zu können?

    Jedenfalls finde ich es gut, dass ihr den Lehrplan 21 in Bezug auf Autonomie miteinbezogen habt. So wird ersichtlich, dass der Lehrplan nicht nur fachliche, sondern eben auch überfachliche Kompetenzen beinhaltet.

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    1. Auch ich finde das Einbeziehen des Lehrplan 21s sehr interessant. Transdisziplinäre Kompetenzen spielen sicherlich eine grosse Rolle, wenn Lerner selbstständig lernen und Lösungen finden sollen.

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  3. Ich finde es spannen wie ihr den Bereich Motivation hier einbettet und wie ihr ihn mit Instruktion und offenem Unterricht verbindet. Auch der Begriff Selbstregulation von Lernprozessen, welches dann zum Lehrplan 21 führt, ist sehr spannend eingesetzt und wirft nochmals ganz andere Gesichtspunkte auf.

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  4. Vielleicht noch gut als Ergänzung (oder um Missverständnisse aufzuklären):

    Direkte Instruktion beschreibt einen lehrergelenkten Unterricht, der durch klare Zielvorgaben, die verständliche Darstellung von Inhalten, ein schrittweises Vorgehen, Lehrerfragen mit unterschiedlicher Schwierigkeit, Phasen angeleiteten und selbstständigen Übens, häufiges Lehrerfeedback und eine regelmässige Überprüfung der Lernfortschritte der Lernenden charakterisiert ist (Rosenshine & Stevens, 1986). Diese Erläuterung verdeutlicht, dass direkte Instruktion keinesfalls mit einem die Schüler über- oder unterfordernden fragend-entwickelnden Frontalunterricht gleichgesetzt werden kann.

    Indirekte Instruktion wird als Sammelbegriff für unterschiedliche Ansätze und Konzepte benutzt, wobei die Lernenden den Unterrichtsgegenstand und das Lernmaterial partiell selbst strukturieren, transformieren oder konstruieren (Borich, 2007) und die demzufolge mit einem geringeren Ausmass an Lehrerlenkung verbunden sind. Hierzu zählen u. a. das entdeckende Lernen („discovery learning“), das forschende Lernen („inquiry based learning“), das problemorientierte Lernen, offene Unterrichtsformen und konstruktivistisch-orientierte Lernumgebungen (Borich, 2007).

    Offener Unterricht mit einer stärkeren LP-Lenkung und Strukturierung führt zu besseren Leistungen als offener Unterricht mit geringer LP-Lenkung (Al'eri, Brooks, Aldrich & Tenenbaum, 2011).

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  5. Ich finde euer MindMap spricht wichtige Kernbegriffe an (Motivation, Selbstbestimmung, offener Unterricht etc.). Jedoch würde ich eine Verbindung zwischen Instruktion und offenem Unterricht noch sehen, da dieser häufig eine Erklärung bzw. erste Einarbeitung/Begleitung durch die Lehrperson benötigt. Ansonsten erscheint es mir sinnvoll.

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  6. Ich finde es interessant, dass der Lehrplan 21 in eure Mindmap integriert worden ist, somit wird ein konkretes Beispiel mitbezogen. Im Mindmaps ist es ersichtlich, dass die drei Kompetenzen rein durch die autonome Vorgehensweise erreicht werden. Nach meinem Erachten, fehlt jedoch die Instruktion, da eine Kombination zwischen Autonomie und Instruktion notwendig ist. Die reine Autonomie könnte die SuS ohne Orientierung zur Überforderung führen.
    Es wäre interessant anzunehmen, dass die Autonomie nicht die Instruktion ausschliesst.

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  7. Beitrag gepostet im Namen von sxyz123:

    In eurer Darstellung nimmt Autonomie viel Raum ein, die Instruktion kommt kurz und nicht so gut davon… Kann es nicht sein, dass Autonomie etwas ist, das gelernt werden muss? Wenn man beispielsweise das Bild nimmt von einem kleinen Kind, das abhängig ist von seinen Eltern, dann ins Bett muss, wenn sie es sagen und instruiert wird, dem anderen nicht einfach das Spielzeug wegzunehmen… ist das dann schlecht, weil es Instruiert, weil es Strukturen vorgibt? Instruktion (verstanden als Handlungsanweisung) kann meiner Meinung nach sehr wohl zu Autonomie führen.

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